Paulus-Gemeinde Berlin-Neukölln

Berlin - Neukölln - Kranoldplatz 11

aktuell  - geistliches Wort

Liebe Glieder und Freunde unserer Paulus-Gemeinde,   Deutschland hat gewählt. Das Ergebnis hat viele Menschen aufgeschreckt, viele haben es aber auch befürchtet. Das Bild und die Arbeit des Deutschen Bundestages wird sich verändern. Sonst noch was? – Hoffentlich! Denn viele Menschen in unserem Land sind verunsichert, weil in der vergangenen Zeit viel Neues auf sie zukam, Verhältnisse sich veränderten und bisherige Sicherheit(en) verloren ging(en).   Gleichzeitig haben wir aber auch viel Grund zum Danken: Wir sind ein reiches Land, wir leben in Frieden und (zumeist) in gesicherten Verhältnissen. Wir haben ein schön eingerichtetes Zuhause und genießen die Annehmlichkeiten des Wohlstands und technischen Fortschritts. Wenn wir Schwierigkeiten haben, dann ist es die richtige Auswahl aus dem überreichen Angebot des Marktes... Aber machen wir uns bitte dies klar: Unser Wohlstand basiert nicht nur auf unserem Können und unserer Arbeit, sondern auch auf dem Mangel und der Not anderer Menschen. Urwälder werden gerodet, kleine Farmer werden enteignet, damit
Weltkonzerne ihre Produkte anbauen und vermarkten können – zum eigenen Profit! Bodenschätze und andere Ressourcen werden schonungslos ausgebeutet. Die Artenvielfalt in der Natur hat dramatisch abgenommen, der Klimawandel scheint nicht mehr aufzuhalten zu sein.   Wenn wir also auch künftig nach dem Motto leben „Weiter so!“, dann werden die Probleme dramatisch zunehmen. Kriege um Energieträger, um Wasser werden keine Utopie bleiben. Ganz abgesehen von den derzeitigen Machtspielen einiger Politiker. Erntedank hat auch mit Denken zu tun: Woher kommen die Dinge, die wir zum Leben brauchen? Es sind Gottes Gaben: seine Schöpfung und Bewahrung und unser Können und unsere Arbeitskraft. Setzen wir das alles nicht durch Gedankenlosigkeit und Egoismus aufs Spiel! Unser Motto und unsere Lebenseinstellung kann und darf also nicht „Ich / unser Land zuerst!“ sein.   Gott vertraut uns so viele Gaben an. Setzen wir sie ein und gestalten mit: unsere Gesellschaft, unsere Umwelt, unsere Gemeinde. Und bitten wir Gott, dass er uns dazu die Kraft gebe und seinen Weg zeige!   In diesem Sinne grüßt Sie / Euch herzlich – auch im Namen von Vikar von Hering – Ihr / Euer Pastor Rainer Kempe  
An(ge)dacht Gib unserm Volke und aller Obrigkeit Fried und gut Regiment... ELKG 139, Vers 2
Paulus-Gemeinde Berlin-Neukölln

aktuell  - geistliches Wort

An(ge)dacht Gib unserm Volke und aller Obrigkeit Fried und gut Regiment... ELKG 139, Vers 2
  Liebe Glieder und Freunde unserer Paulus-Gemeinde,   Deutschland hat gewählt. Das Ergebnis hat viele Menschen aufgeschreckt, viele haben es aber auch befürchtet. Das Bild und die Arbeit des Deutschen Bundestages wird sich verändern. Sonst noch was? – Hoffentlich! Denn viele Menschen in unserem Land sind verunsichert, weil in der vergangenen Zeit viel Neues auf sie zukam, Verhältnisse sich veränderten und bisherige Sicherheit(en) verloren ging(en).   Gleichzeitig haben wir aber auch viel Grund zum Danken: Wir sind ein reiches Land, wir leben in Frieden und (zumeist) in gesicherten Verhältnissen. Wir haben ein schön eingerichtetes Zuhause und genießen die Annehmlichkeiten des Wohlstands und technischen Fortschritts. Wenn wir Schwierigkeiten haben, dann ist es die richtige Auswahl aus dem überreichen Angebot des Marktes... Aber machen wir uns bitte dies klar: Unser Wohlstand basiert nicht nur auf unserem Können und unserer Arbeit, sondern auch auf dem Mangel und der Not anderer Menschen. Urwälder werden gerodet, kleine Farmer werden enteignet, damit Weltkonzerne ihre Produkte anbauen und vermarkten können – zum eigenen Profit! Bodenschätze und andere Ressourcen werden schonungslos ausgebeutet. Die Artenvielfalt in der Natur hat dramatisch abgenommen, der Klimawandel scheint nicht mehr aufzuhalten zu sein.   Wenn wir also auch künftig nach dem Motto leben „Weiter so!“, dann werden die Probleme dramatisch zunehmen. Kriege um Energieträger, um Wasser werden keine Utopie bleiben. Ganz abgesehen von den derzeitigen Machtspielen einiger Politiker. Erntedank hat auch mit Denken zu tun: Woher kommen die Dinge, die wir zum Leben brauchen? Es sind Gottes Gaben: seine Schöpfung und Bewahrung und unser Können und unsere Arbeitskraft. Setzen wir das alles nicht durch Gedankenlosigkeit und Egoismus aufs Spiel! Unser Motto und unsere Lebenseinstellung kann und darf also nicht „Ich / unser Land zuerst!“ sein.   Gott vertraut uns so viele Gaben an. Setzen wir sie ein und gestalten mit: unsere Gesellschaft, unsere Umwelt, unsere Gemeinde. Und bitten wir Gott, dass er uns dazu die Kraft gebe und seinen Weg zeige!   In diesem Sinne grüßt Sie / Euch herzlich – auch im Namen von Vikar von Hering – Ihr / Euer Pastor Rainer Kempe