Paulus-Gemeinde Berlin-Neukölln

Berlin - Neukölln - Kranoldplatz 11

aktuell  - geistliches Wort

Jesus stellt sich vor seine Jünger und sieht seinen Weg glasklar vor sich: Mein Ziel ist Jerusalem, sagt er, mit allem, was das einschließt. Und er weiß, dass es sein Leiden und Sterben bedeutet. Aber er weicht eben nicht einfach aus. Er könnte es, gerade, weil er weiß, wie die Geschichte ausgehen wird. Er könnte ausweichen und den Weg des geringsten Widerstandes gehen. Aber er tut es nicht.   Wie stellen sich Menschen Gott vor? – Auf diese Frage gibt es viele Antworten. Eine Antwort ist das Bild des hoch über der Welt thronenden, erhabenen Gottes, der weit, weit, weit von allem menschlichen Elend entfernt in seiner himmlischen Pracht und Unerreichbarkeit thront. Ein Gott, der in unnahbarer Ferne alles im Blick hat – sich aber um nichts kümmert als um seine eigene, unvergleichliche Erhabenheit.   Doch ein solcher Gott ist unser Gott nicht. Der Gott der Christen lebt nicht in unerreichbarer Ferne, sondern begibt sich auf die Reise zu seinen Menschen und nimmt ihre Gestalt an. Wird solidarisch mit ihnen bis zum Letzten. Leidet ihr Leiden, stirbt ihren Tod – und nichts anderes wäre für ihn denkbar. Du, Mensch, bist in dem, was dir Angst macht, was dich quält, was du erleidest, ohne den Sinn zu verstehen, nicht allein gelassen. Dein Gott leidet mit dir, trägt in Jesus Christus die Last mit, die auf deinen Schultern liegt. Das Kreuz Jesu Christi umschließt auch dein Kreuz.   Die Jünger sind – wenigstens anfangs – noch seinen Weg nach Jerusalem mitgegangen. Erst in der allerletzten Bedrängnis verlassen sie ihn. Jetzt, in der Passionszeit, sind wir eingeladen, ja aufgefordert, den Weg seines Leidens „nach Jerusalem“ mitzugehen. Dabei mag es geschehen, dass die Last auf unseren Schultern leichter wird, wenn wir den Weg Jesu bedenken. Und es mag geschehen, dass wir sensibler werden für die Menschen um uns und neben uns, die schwer am Leben tragen. Und es mag geschehen, dass wir inmitten all dessen, was uns unruhig, traurig, verzweifelt werden lässt, doch immer wieder einen Strahl des Lichtes entdecken, das der Vorbote des Ostermorgens ist. Denn Jesus hat niemals den Tod als das Letzte angesehen. Er wusste immer, dass jenseits selbst der dunkelsten Nacht das Licht eines neuen Tages leuchtet; dass aber eben dieses Licht nur dem erfahrbar wird, der sich zuvor dem Dunkel gestellt hat. So leitet uns Jesus Christus hinein in das Licht des Ostermorgens und einst in die ewige Herrlichkeit.   Mit diesen Gedanken wünsche ich Ihnen / Euch allen – auch im Namen von Vikar von Hering – eine segensreiche Passionszeit, immer mit dem Ausblick auf das Osterfest; denn durch die Auferstehung Jesu sind wir erlöst zum ewigen Leben! Ihr / Euer Pastor   Rainer Kempe

An(ge)dacht Seht, wir gehen hinauf nach Jerusalem…
Paulus-Gemeinde Berlin-Neukölln

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Jesus stellt sich vor seine Jünger und sieht seinen Weg glasklar vor sich: Mein Ziel ist Jerusalem, sagt er, mit allem, was das einschließt. Und er weiß, dass es sein Leiden und Sterben bedeutet. Aber er weicht eben nicht einfach aus. Er könnte es, gerade, weil er weiß, wie die Geschichte ausgehen wird. Er könnte ausweichen und den Weg des geringsten Widerstandes gehen. Aber er tut es nicht.   Wie stellen sich Menschen Gott vor? – Auf diese Frage gibt es viele Antworten. Eine Antwort ist das Bild des hoch über der Welt thronenden, erhabenen Gottes, der weit, weit, weit von allem menschlichen Elend entfernt in seiner himmlischen Pracht und Unerreichbarkeit thront. Ein Gott, der in unnahbarer Ferne alles im Blick hat – sich aber um nichts kümmert als um seine eigene, unvergleichliche Erhabenheit.   Doch ein solcher Gott ist unser Gott nicht. Der Gott der Christen lebt nicht in unerreichbarer Ferne, sondern begibt sich auf die Reise zu seinen Menschen und nimmt ihre Gestalt an. Wird solidarisch mit ihnen bis zum Letzten. Leidet ihr Leiden, stirbt ihren Tod – und nichts anderes wäre für ihn denkbar. Du, Mensch, bist in dem, was dir Angst macht, was dich quält, was du erleidest, ohne den Sinn zu verstehen, nicht allein gelassen. Dein Gott leidet mit dir, trägt in Jesus Christus die Last mit, die auf deinen Schultern liegt. Das Kreuz Jesu Christi umschließt auch dein Kreuz.   Die Jünger sind – wenigstens anfangs – noch seinen Weg nach Jerusalem mitgegangen. Erst in der allerletzten Bedrängnis verlassen sie ihn. Jetzt, in der Passionszeit, sind wir eingeladen, ja aufgefordert, den Weg seines Leidens „nach Jerusalem“ mitzugehen. Dabei mag es geschehen, dass die Last auf unseren Schultern leichter wird, wenn wir den Weg Jesu bedenken. Und es mag geschehen, dass wir sensibler werden für die Menschen um uns und neben uns, die schwer am Leben tragen. Und es mag geschehen, dass wir inmitten all dessen, was uns unruhig, traurig, verzweifelt werden lässt, doch immer wieder einen Strahl des Lichtes entdecken, das der Vorbote des Ostermorgens ist. Denn Jesus hat niemals den Tod als das Letzte angesehen. Er wusste immer, dass jenseits selbst der dunkelsten Nacht das Licht eines neuen Tages leuchtet; dass aber eben dieses Licht nur dem erfahrbar wird, der sich zuvor dem Dunkel gestellt hat. So leitet uns Jesus Christus hinein in das Licht des Ostermorgens und einst in die ewige Herrlichkeit.   Mit diesen Gedanken wünsche ich Ihnen / Euch allen – auch im Namen von Vikar von Hering – eine segensreiche Passionszeit, immer mit dem Ausblick auf das Osterfest; denn durch die Auferstehung Jesu sind wir erlöst zum ewigen Leben! Ihr / Euer Pastor   Rainer Kempe

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