Paulus-Gemeinde Berlin-Neukölln

Berlin - Neukölln - Kranoldplatz 11

aktuell  - geistliches Wort

Was steckt hinter dem schönen deutschen Wort „Urlaub“? – Zurück zum Ur-sprung, trinken aus der Ur-quelle, aus der das Leben sprudelt? – Er-laub-nis? Freiheit von Pflichten, Lasten, Gewohnheiten? Ich darf mir erlauben, was sonst nicht erlaubt ist?   Ich brauche immer eine ganze Weile. Zuerst denke ich immer wieder: „Ich müsste die Zeit ausnutzen. Ich müsste noch dieses und jenes Unerledigte erledigen. Ich müsste etwas vorbereiten, was bald anliegt. Ich müsste die Zeit füllen.“ Aber das legt sich hoffentlich bald. Sonst würde ich selbst es sein, der angetrieben und ausgenutzt und bald erledigt wäre.   Eigentlich ist es anders: Die Zeit erfüllt mich. Das erste Licht des neuen hellen Tages. Eine Blume, die im Garten gerade zu voller Schönheit aufblüht. Das Rauschen des Windes in der Pappel, das Singen eines Vogels. Die Wärme der Sonne oder kühle Regentropfen auf meiner Haut. Das Lachen oder das Geschrei der Kinder, die spielen. Das Plätschern des Wassers und das intensive Erleben der Landschaft bei einer Tour mit dem Motorrad. Mit allen Sinnen wahrnehmen, wie ich beschenkt werde, wenn ich nur offen bin dafür. Wieder mal merken, dass das Leben ein Geschenk ist – und ein sehr schönes! Sich von Neuem überraschen lassen – das Leben ist eine Lust!  
Ich weiß, dass mancher das anders erlebt, und höre schon den Widerspruch in mir selbst. Es gibt so viele Lasten und so viel Leid, so viel ist kaputt in der Natur, zerstört in den Menschen und verloren zwischen den Menschen. Das stimmt so sehr, dass kaum etwas dagegen zu sagen ist. Doch hebt das Leid auf, dass alles gut geschaffen ist? Hebt das Entstellte auf, dass Gott in allem wie ein guter Vater für jeden Menschen sorgt? Kann das die Freude auslöschen, zu der wir überreich beschenkt sind?   Manchmal scheint es so, und jeder wird solche Stunden kennen. Die düsteren Regen- und Gewitterwolken scheinen dann die ganze Wirklichkeit zu sein. Sie sind es aber nicht, und wenn wir die Augen aufmachen, sehen wir es auch. Mit allen Sinnen dürfen wir von Zeit zu Zeit erleben, dass Güte über unserem Leben waltet. Dass uns das Herz dafür aufgeht und wir auch in den dunklen Stunden darauf vertrauen, ist ein Geschenk. Wir können diesen Glauben nicht machen. Wir können nur die Sinne dafür öffnen, die Hände ausstrecken und dankbar empfangen. Das Leben ist schön und erfüllte Zeit ein Geschenk von Gott! Einen gesegneten Ur-laub und das Glück erfüllter Zeit wünscht Ihnen / Euch  –  auch  im  Namen  von  Vikar  von Hering – sehr herzlich   Ihr / Euer Pastor  Rainer Kempe
An(ge)dacht -  Ur – laub
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An(ge)dacht -  Ur – laub
Was steckt hinter dem schönen deutschen Wort „Urlaub“? – Zurück zum Ur-sprung, trinken aus der Ur-quelle, aus der das Leben sprudelt? – Er-laub-nis? Freiheit von Pflichten, Lasten, Gewohnheiten? Ich darf mir erlauben, was sonst nicht erlaubt ist?   Ich brauche immer eine ganze Weile. Zuerst denke ich immer wieder: „Ich müsste die Zeit ausnutzen. Ich müsste noch dieses und jenes Unerledigte erledigen. Ich müsste etwas vorbereiten, was bald anliegt. Ich müsste die Zeit füllen.“ Aber das legt sich hoffentlich bald. Sonst würde ich selbst es sein, der angetrieben und ausgenutzt und bald erledigt wäre.   Eigentlich ist es anders: Die Zeit erfüllt mich. Das erste Licht des neuen hellen Tages. Eine Blume, die im Garten gerade zu voller Schönheit aufblüht. Das Rauschen des Windes in der Pappel, das Singen eines Vogels. Die Wärme der Sonne oder kühle Regentropfen auf meiner Haut. Das Lachen oder das Geschrei der Kinder, die spielen. Das Plätschern des Wassers und das intensive Erleben der Landschaft bei einer Tour mit dem Motorrad. Mit allen Sinnen wahrnehmen, wie ich beschenkt werde, wenn ich nur offen bin dafür. Wieder mal merken, dass das Leben ein Geschenk ist – und ein sehr schönes! Sich von Neuem überraschen lassen – das Leben ist eine Lust!   Ich weiß, dass mancher das anders erlebt, und höre schon den Widerspruch in mir selbst. Es gibt so viele Lasten und so viel Leid, so viel ist kaputt in der Natur, zerstört in den Menschen und verloren zwischen den Menschen. Das stimmt so sehr, dass kaum etwas dagegen zu sagen ist. Doch hebt das Leid auf, dass alles gut geschaffen ist? Hebt das Entstellte auf, dass Gott in allem wie ein guter Vater für jeden Menschen sorgt? Kann das die Freude auslöschen, zu der wir überreich beschenkt sind?   Manchmal scheint es so, und jeder wird solche Stunden kennen. Die düsteren Regen- und Gewitterwolken scheinen dann die ganze Wirklichkeit zu sein. Sie sind es aber nicht, und wenn wir die Augen aufmachen, sehen wir es auch. Mit allen Sinnen dürfen wir von Zeit zu Zeit erleben, dass Güte über unserem Leben waltet. Dass uns das Herz dafür aufgeht und wir auch in den dunklen Stunden darauf vertrauen, ist ein Geschenk. Wir können diesen Glauben nicht machen. Wir können nur die Sinne dafür öffnen, die Hände ausstrecken und dankbar empfangen. Das Leben ist schön und erfüllte Zeit ein Geschenk von Gott!   Einen gesegneten Ur-laub und das Glück erfüllter Zeit wünscht Ihnen / Euch  –  auch  im  Namen  von  Vikar  von Hering – sehr herzlich   Ihr / Euer Pastor  Rainer Kempe